Brand eines Mehrfamilienhauses in Ottingen fordert 75 Einsatzkräfte

Datum: 16.04.2019 
Alarmzeit: 0:16 Uhr 
Alarmierungsart: Digitaler-Melde-Empfänger & Sirene 
Dauer: 7 Stunden 44 Minuten 
Art: Brandeinsatz  
Einsatzort: Ottingen 
Fahrzeuge: ELW 1 Visselhövede , HAB Bad Fallingbostel , HLF 20/16 Visselhövede , KdoW Abschnittsleiter , KdoW Stadtbrandmeister , MTW Visselhövede , RW 2 LK Rotenburg (Wümme) , TLF 16/24 Visselhövede , TLF Bad Fallingbostel , TSF Buchholz , TSF Kettenburg , TSF Ottingen , TSF Schwitschen  
Weitere Kräfte: Polizei , Rettungswagen  


Einsatzbericht:

Ottingen den 16.04.19. Kurz nach Mitternacht wurden die Feuerwehren Ottingen, Visselhövede, Kettenburg, Schwitschen und Hiddingen zu einem gemeldeten Feuer in einem Mehrparteienhaus per Sirene und Funkmelde-Empfänger in die Ottinger Dorfstraße alarmiert. Der alarmierende Bewohner wurde durch einen Rauchwarnmelder geweckt.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte seitens Ottingen und Visselhövede konnte nach erster Lageerkundung eine starke Rauchentwicklung bei dem etwas abgelegenen Haus festgestellt werden. Personen befanden sich zu dem Zeitpunkt nicht mehr im Gebäude. Es wurde eine Wasserversorgung von einem Hydranten an der Straße aus aufgebaut.

Ein bereits auf der Anfahrt ausgerüsteter Trupp ging unter Atemschutz in das Gebäude zur gezielten Brandbekämpfung vor. Das Vorgehen des Trupps wurde hierbei durch eben das Element erschwert welches Sie im Form eins C-Hohlstrahlrohrs mittführten: „Wasser“. Durch teilweise offenliegende geplatzte Heizungsrohre aufgrund der Hitzeentwicklung behinderte die etwas schleimige Flüssigkeit auf dem Sichtfeld der Atemschutzmasken zusätzlich zum Rauch und der Dunkelheit den Trupp im Innenangriff. Aus diesem Grund wurde der Wasserzählerschacht an den einen Eingang des Grundstückes abgeschiebert. Der Brandherd konnte in einem Raum im Erdgeschoss ausgemacht werden.

Der Brand konnte dort abgelöscht werden. Das Feuer war aber bereits durch die Holzzwischendecke ins 1.Obergeschoss gelangt. Hier konnten Glutnester in der Zwischendecke festgestellt werden. Durch ergänzenden Einsatz einer Wärmebildkamera konnten diese genauer lokalisiert werden.

Das Ablöschen der Glutnester erforderte einen hohen Zeitaufwand seitens der folgenden Atemschutztrupps im Innenangriff. Hier musste der noch teilweise vollgestellte Fußboden im 1. OG mit Axt und Brechwerkzeug aufgestemmt und Stück für Stück abgelöscht werden. Aus diesem Grund wurden die Buchholzer Atemschutzgeräteträger nachgefordert, da die Luft für einen Trupp unter mittlerer bis schwerer körperlicher Arbeit maximal ca. 30 Minuten ausreicht. Danach hat der eingesetzte Trupp eine reichliche Pause einzulegen. Das ebenfalls mit alarmierte Tanklöschfahrzeug mit Hubarbeitsbühne aus Bad Fallingbostel wurde nicht mehr benötigt.

Insgesamt befanden sich 75 Kräfte im Einsatz. Davon 21 Atemschutzgeräteträger. Die Ortsfeuerwehr Ottingen verblieb nach dem „Feuer aus“ noch zur Brandwache. 2 Bewohner wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst betreut und zur Sicherheit in das Rotenburger Krankenhaus gefahren. Das Haus gilt in Folge des Feuers und des Wasserschadens durch die Heizungsrohre als unbewohnbar. Ebenfalls vor Ort waren neben dem Rettungsdienst und der Polizei auch der Abschnittsleiter Jürgen Runge und der Stadtbrandmeister Kai-Olaf Häring.