Größeren Schaden durch Schwelbrand in Tischlereibetrieb verhindert

Datum: 25.07.2016 um 17:31
Alarmierungsart: Digitaler-Melde-Empfänger & Sirene
Einsatzart: Brandeinsatz 
Einsatzort: Buchholz
Einheiten und Fahrzeuge:

Weitere Kräfte: Polizei , Rettungswagen 


Einsatzbericht:

Buchholz 25.07.16. Am frühen Montagabend um 17:31 Uhr wurden die Feuerwehren Buchholz, Wittorf und Visselhövede zu einem „F2 – Feuer Spänebunker“ in einem Tischlereibetrieb über Sirene und digitale Funkmeldeempfänger alarmiert.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich nach Erkundung der Lage heraus, dass aus noch ungeklärter Brandursache, ein Schwelbrand im Bereich der Späne-Absauganlage entstanden ist.

Dieser Entstehungsbrand konnte von den Mitarbeitern des Betriebes, unter Einsatz von Feuerlöschern, als Erstmaßnahme verhindert werden.

Aufgrund von geringer, aber vorhandener Verrauchung, gingen Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vor, um ein genaueres Bild von der Lage zu bekommen. Mittels Wärmebildkamera wurden die einzelnen Absaugrohre der Anlage im Gebäudeinneren nach versteckten Glutnester abgesucht. Zur Sicherheit und schnelleren Brandbekämpfung wurde ein CO-Feuerlöscher mitgeführt.

Die Späne-Absauganlage, samt Spänebehälter, wurde mit Wasser vom Schnellangriff des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF) aus Visselhövede gekühlt.
Weitere Einsatzkräfte brachten einen Hochdrucklüfter zur Belüftung des Gebäudes in Stellung.

Nach einer ausführlichen Nachkontrolle konnten die 29 Feuerwehrkräfte der Buchholzer und Visselhöveder Wehr die Rückfahrt antreten.
Ebenfalls am Einsatzort befand sich der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen. Dieser wird bei einem erhöhten Einsatzstichwort zur Absicherung der Einsatzkräfte automatisch mitalarmiert.
Personen kamen bei diesem Einsatz nicht zu Schaden.

Die Eigenschaft eines Schwelbrandes ist es, dass dieser unter Umständen nicht sofort wahrnehmbar ist, da es sich hierbei z.B. um ein Glühen oder Lodern ohne konstante Flamme handelt.
Der benötigte Sauerstoff für eine sichtbare Flammenbildung ist hierbei Anfangs nur in einem zu geringen Anteil gegeben, reicht aber für einen Ausbreitungsprozess des Brandes.  
Breitet sich der Schwelbrand bis zu einer Stelle aus an der zum Brennen genug Sauerstoff vorhanden ist, kann hieraus ein Feuer mit hohen Sachschaden entstehen.