200 Strohballen brennen im Gewerbegebiet

Datum: 01.07.2020 
Alarmzeit: 2:03 Uhr 
Alarmierungsart: Digitaler-Melde-Empfänger & Sirene 
Dauer: 6 Stunden 57 Minuten 
Art: Brandeinsatz  
Einsatzort: Visselhövede 
Fahrzeuge: ELW 1 Visselhövede , HLF 20/16 Visselhövede , LF 8 Jeddingen , MTW Visselhövede , RW 2 LK Rotenburg (Wümme) , Schlauchanhänger Visselhövede , TLF 16/24 Jeddingen , TLF 16/24 Visselhövede  
Einheiten: Ortsfeuerwehr Jeddingen, Ortsfeuerwehr Visselhövede 
Weitere Kräfte: Polizei  


Einsatzbericht:

Visselhövede den 01.07.2020 (sk). Gegen 2:03 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Visselhövede in das Gewerbegebiet mit dem Einsatzstichwort „FW1 – Brennt Strohballen“ alarmiert. Die erstausrückenden Kräfte konnten bereits bei der Anfahrt per Lage auf Sicht eine Rückmeldung geben, dass weitaus mehr als 100 Strohballen bei der Nikolaus-Otto-Straße in Vollbrand standen. Es folgte daraus eine Stichworterhöhung mit einem Vollalarm für Visselhövede und Jeddingen.

Beim Eintreffen wurde als Erstmaßnahme der Wasserwerfer vom Visselhöveder Tanklöschfahrzeug in Stellung gebracht und eine Wasserversorgung über lange Wegstrecke per Unterflurhydrant aufgebaut. Die Jeddinger Kräfte bezogen im Wendehammer des Gewerbegebietes ebenfalls mit ihrem Monitor auf dem Tanklöschfahrzeug Stellung samt einem C-Rohr und führten ein Löschangriff von der anderen Seite des Brandes aus. Ein Übergreifen des Brandes der nun auf ca. 200 Stück festgestellten Rundballen auf zwei naheliegende Felder konnte somit als Erstmaßnahme erfolgreich unterbunden werden.

Die Kräfte erhielten kurz darauf ebenfalls Unterstützung durch Personal des städtischen Bauhofes samt Teleskoplader. Als nachfolgende Maßnahme stand somit nun das langwierige auseinanderziehen und gezielte Ablöschen des Strohs an, da im inneren noch zahlreiche Glutnester schlummerten die ein Wiederaufflammen bewirkt hätten.
Da die Jeddinger Kräfte ihren Einsatzauftrag erfolgreich abgearbeitet hatten und die Windrichtung den Brandrauch in deren Richtung drückte rückten diese von ihrer Stellung ab und traten die Rückfahrt an. An der direkten Einsatzstelle gingen nun drei Trupps mit C-Rohren in Stellung. Deren Aufgaben teilten sich je Rohr auf in: Kühlung des Teleskopladers, Einsatz von Netzmittel um das Wasser tiefer in das auseinandergezogene Stroh einwirken zu lassen und einer Riegelstellung zum Feld mit Ablöschen von weiterem Brandgut.

Gegen 5:49 Uhr gab es dann eine Alarmierung per Funkmeldeempfänger und Sirene zu einem Dachstuhlbrand in der Breslauer Straße in Visselhövede. Da die Visselhöveder Kräfte samt Fahrzeugen noch einsatzgebunden waren, wurden die Ortsfeuerwehren Ottingen, Jeddingen, Wittorf und Buchholz alarmiert. Bei diesem Einsatzstichwort wurde ebenfalls die Rotenburger Drehleiter samt Löschgruppenfahrzeug als Begleitfahrzeug alarmiert. Im weiteren Verlauf wurde die Einsatzbereitschaft des Visselhöveder Hilfeleistunglöschgruppenfahrzeuges kurzerhand hergestellt und dieses zum Dachstuhlbrand verlagert.

An der Einsatzstelle „Strohballenbrand“ begannen gegen 8 Uhr die letzten Nachlöscharbeiten.
Als abschließende Maßnahme wurde Schaummittel eingesetzt um die Möglichkeit eines Wiederaufflammens nahezu endgültig ausschließen zu können. Gegen kurz vor 9 Uhr konnte mit dem Rückbau und der abschließenden Rückfahrt begonnen werden. Während der Löscharbeiten wurden wir dankbarerweise von einem Landwirt mit Getränken und leckeren Erdbeeren unterstützt. 

Im Einsatzverlauf konnte auf den Fahrwegen zwischen den Einsatzstellen im Gewerbegebiet ebenfalls eine industrielle Kehrmaschine ausgemacht werden, die in der Phase der Brandentstehung von selbst erloschen ist. Löschmaßnahmen seitens der Feuerwehr waren hier somit nicht erforderlich.

Insgesamt befanden sich ca. 30 Kräfte im Einsatz sowie die Polizei, welche die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen hat.