Nachlöscharbeiten nach Fettbrandexplosion in einer Küche

Datum: 23.02.2019 
Alarmzeit: 14:21 Uhr 
Alarmierungsart: Digitaler-Melde-Empfänger 
Art: Brandeinsatz  
Einsatzort: Visselhövede 
Fahrzeuge: ELW 1 Visselhövede , HLF 20/16 Visselhövede , TLF 16/24 Visselhövede  


Einsatzbericht:

Visselhövede den 23.02.18. Die Feuerwehr Visselhövede wurde am Samstagnachmittag gegen 14:21 Uhr zu Nachlöscharbeiten in einer Küche in die Straße am Rohlmannshof alarmiert.

Auf der Anfahrt zum Einsatzort rüstete sich der Angriffstrupp mit Atemschutz aus, um bei noch bestehenden Rauchgasen sicher vorgehen zu können. Der Trupp ging auf Weisung des Gruppenführers mit Kleinlöschgerät (Feuerlöscher) und Wärmebildkamera vor.
Die Nachkontrolle ergab dass keine weiteren sichtbaren oder versteckten Brandherde mehr ausgemacht werden konnten.
Die Wohnung wurde quergelüftet. 2 Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst behandelt.

 

Die Einsatzstelle wurde im Anschluss an die Mieterin übergeben und die Kameraden traten die Rückfahrt zum Feuerwehrhaus an.
Im Einsatz befanden sich der Rettungsdienst sowie 14 Feuerwehrkräfte.

Fettbrände ereignen sich zum Beispiel beim Erhitzen von Speisefetten über ihren Brennpunkt. Trotz der offenen Flamme muss man sich hier zur Ruhe ermahnen. Der schnelle Griff zum Wasser ist hier meist die erste, aber auf keinem Fall die richtige Reaktion. Die Zugabe von Wasser führt aufgrund einer chemischen Reaktion in Konstellation mit dem dadurch entstehenden Wasserdampf zu einer schlagartigen Fettbrandexplosion. Diese kann im Vergleich zur vorherigen offenen Flamme zu weitaus schwereren Schäden für Mensch und Gut enden!
Sofern möglich kann hier der Entzug von Sauerstoff, den der Brand zum Brennen benötigt, helfen. Bei einem Topf wäre Verwendung des Deckels eine Lösung. Danach sollte dieser dann von der Herdplatte genommen werden, um eine neue Entzündung des Brandes durch Senkung der Brenntemperatur zu vermeiden. Auch die Anschaffung eines Feuerlöschers für Fettbrände (Brandklasse F) kann hier von Vorteil sein um vorbereitet zu sein.
Sollte dies nicht helfen, in jedem Fall die Feuerwehr alarmieren.
Auch der geschulte Leitstellendisponent, der Ihren Anruf unter der 112 entgegennimmt, kann Ihnen bei einem Entstehungsbrand schon entscheidende Tipps zur weiteren Vorgehensweise geben bis die Feuerwehr eintrifft.