Mitgliederversammlung: Feuerwehr Wittorf bei 50 Prozent der Verkehrsunfälle 2025 im Stadtgebiet im Einsatz

Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 14. Februar 2026 blickte die Freiwillige Feuerwehr Wittorf auf ein insgesamt vergleichsweise ruhiges, aber dennoch ereignisreiches Jahr zurück. Ortsbrandmeister Manfred Bugs begrüßte seine Kameradinnen und Kameraden sowie die Gäste Bürgermeister André Lüdemann, Stadtbrandmeister Kai-Olaf Häring, Feuerwehrausschussvorsitzender Jan Husmann, Ortsbürgermeister Heiner Gerken und Pastor Mathias Wohlfahrt. Bugs stellte in seinem Tätigkeitsbericht die wichtigsten Einsätze, Veranstaltungen und Entwicklungen des Jahres 2025 vor.

Insgesamt rückte die Wehr im vergangenen Jahr zu zwölf Einsätzen aus, darunter eine Brandsicherheitswache, fünf Brandeinsätze und sechs technische Hilfeleistungen. „Es war also im Vergleich zu den vorherigen Jahren ein für uns ungewöhnlich ruhiges Jahr“, fasste Ortsbrandmeister Manfred Bugs zusammen.

Der erste Einsatz des Jahres ereignete sich am 25. Januar in der Goethestraße von Visselhövede: Ein F3-Gebäudebrand breitete sich vom Zimmer auf den Dachgiebel aus. Die Wittorfer unterstützten mit Atemschutzgeräteträgern und richteten ein Einsatzzelt zur Einsatzstellenhygiene auf.

Im Juli folgten zwei schwere Verkehrsunfälle auf der B440, bei denen Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt waren. Mit hydraulischem Rettungsgerät arbeiteten die Einsatzkräfte eng mit den umliegenden Ortsfeuerwehren zusammen und befreiten die Verletzten.
Am 25. Oktober wurden die Einsatzkräfte im Rahmen einer technischen Hilfeleistung (TH1-Y) zu einem weiteren Verkehrsunfall nach Kirchwalsede mitalarmiert. Auf der Kreisstraße zwischen Kirchwalsede und Süderwalsede war ein Fahrer mit seinem Auto von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Die Feuerwehr Kirchwalsede übernahm die technische Rettung der eingeklemmten Person, sodass die Wittorfer nicht mehr tätig werden mussten. Alarmiert waren neben Kirchwalsede auch die Feuerwehren aus Bothel sowie der Rüstwagen aus Visselhövede.

Weitere Einsätze führten die Wehr unter anderem nach Buchholz zu einem Brand in einem landwirtschaftlichen Gebäude, nach Neu Bretel zu einem umgestürzten Baum sowie zu einem Küchenbrand in der Straße „Auf dem Wiehern“.

Der letzte Alarm des Jahres erreichte die Kameradinnen und Kameraden an Silvester: In Kirchwalsede wurde ein brennendes Einfamilienhaus gemeldet – vor Ort stellte sich heraus, dass eine Gartenlaube in Vollbrand stand.

Neben dem Einsatzgeschehen engagierte sich die Feuerwehr Wittorf stark im Dorfleben. So wurden im Januar wieder die Tannenbäume eingesammelt, das Osterfeuer ausgerichtet sowie die Verkehrssicherung beim Schützen- und Erntefest übernommen. Insgesamt kamen 2.386 Dienststunden zusammen – durchschnittlich 48,69 Stunden pro aktivem Mitglied. Der Mitgliederbestand beläuft sich auf 74 Kameraden, davon 49 Aktive (darunter zwei Frauen) sowie 25 Mitglieder in der Altersabteilung. 81 Fördermitglieder unterstützen die Wehr. Als neues Mitglied wurde Clemens Lohmann aufgenommen. Zudem wurden mehrere Lehrgänge erfolgreich absolviert, darunter QS2 (ehemals Truppmann Teil 2) und QS3 (ehemals Truppführer), ein Atemschutzgeräteträger- sowie ein Maschinistenlehrgang.

Im Rahmen der Versammlung standen auch mehrere Beförderungen an. Aufgrund ihrer Leistungen wurden Marcel Heinrich, Marcel Hoins, Robin Heldberg, Julian Heldberg und Jonah von der Heide zum Oberfeuerwehrmann befördert. Zum Hauptfeuerwehrmann wurden Maik Brüning, Maximilian Bugs und Hagen Marquardt ernannt. Jonas Jäger erhielt die Beförderung zum Hauptlöschmeister.

Anschließend richtete Stadtbrandmeister Kai-Olaf Häring das Wort an die Versammlung. Er stellte das Einsatzgeschehen im gesamten Stadtgebiet Visselhövede dar und betonte, dass 2025 trotz leicht rückläufiger Einsatzzahlen erneut mehrere Brände der Kategorie F3, sechs Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen sowie 13 Brandmeldealarme zu bewältigen waren. Häring unterstrich die Bedeutung moderner Ausrüstung, funktionierender Hygienemaßnahmen sowie sicherer Feuerwehrhäuser. Die Feuerwehrhäuser seien nicht nur zentrale Anlaufstellen im Einsatz, sondern übernähmen bei großflächigen Stromausfällen die Funktion von „Leuchttürmen“ für die Bevölkerung. Dabei sei besonders auf Notstromeinspeisungen und Sicherheitsbeleuchtung zu achten.

Häring ging außerdem auf die Planung von Neu/Anbauten ein: In den letzten Jahren sei die Reihenfolge gemeinsam mit den Ortsbrandmeistern und Stellvertretern festgelegt worden: 1. Kettenburg, 2. Wittorf, 3. Hiddingen. Für Kettenburg gab es bereits ein Vorgespräch mit einem Planer, und für die Vorplanung in Wittorf fand im September 2025 ein Termin statt, bei dem er gemeinsam mit Ortsbrandmeister Bugs die Notwendigkeit einer Halle mit drei Toren erörterte.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden die Hochwasser-Ehrennadeln 2023 überreicht. Für ihren Einsatz während des Weihnachtshochwassers wurden folgende Kameradinnen und Kameraden ausgezeichnet: Marvin Bahrenburg, Christoph Baumgart, Maximilian Bugs, Manfred Bugs, Sven Gnuschke, Andreas Heinrich, Marcel Heinrich, Jonas Jäger, Hagen Marquart, Gero Tamke, Harald Voß, Mareile Voß, Dennis Willenbrock, Jens Willenbrock und Hannes Weber. Zum Abschluss griff Häring das Motto des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen für 2026 auf und schloss mit den Worten: „FEUERWEHR – stark durch Zusammenhalt!“

Für 2026 kündigte Bugs unter anderem die Orientierungsfahrt am 18. April in Wittorf, das Alterstreffen in Nindorf am 29. Mai sowie die Hochwasserhelferparty am 22. August an. Abschließend bedankte er sich bei allen Kameradinnen und Kameraden sowie deren Familien für die stetige Unterstützung und den verlässlichen Einsatz im vergangenen Jahr. Die Versammlung klang traditionell bei einem gemeinsamen Grünkohlessen in kameradschaftlicher Runde aus.