Zwölf Feuerwehrangehörige bestehen Prüfungen – Vier anspruchsvolle Einsatzlagen bei der Feuerwehr Jeddingen
Jeddingen, 24.10.2026 (jh). Ein langer und anspruchsvoller Prüfungstag liegt hinter 13 Feuerwehrangehörigen aus dem Stadtgebiet Visselhövede. Am Samstag stellten sie sich bei der Feuerwehr Jeddingen den Kompetenznachweisen der Qualifikationsstufen 2 und 3 (QS 2 und QS 3). Zwölf der 13 Teilnehmenden konnten ihre Prüfungen erfolgreich abschließen.
Insbesondere für die Teilnehmenden der Qualifikationsstufe 3 galt es, unter realitätsnahen Bedingungen zu zeigen, dass sie nicht nur das feuerwehrtechnische Handwerk beherrschen, sondern auch die Aufgaben eines Truppführers sicher übernehmen können. Dazu gehörten neben dem richtigen taktischen Vorgehen insbesondere die Koordination des eigenen Trupps, das Treffen von Entscheidungen und die Kommunikation mit dem Gruppenführer.
Insgesamt vier unterschiedliche Einsatzlagen mussten im Laufe des Tages bewältigt werden.
Bei der ersten Lage wurde ein Gasgeruch in einer Fahrzeughalle angenommen. Die Einsatzkräfte mussten die Situation beurteilen, Gasmessgeräte korrekt einsetzen und das Vorgehen ihres Trupps koordinieren. Besonderes Augenmerk lag dabei auf den notwendigen Rückmeldungen an den Gruppenführer.
Bei einer weiteren Prüfung war auf einem Feldweg ein Baum umgestürzt und hatte einen Radfahrer verletzt. Die Einsatzkräfte mussten die Unfallstelle absichern, die Gefahren beurteilen und den verletzten Radfahrer fachgerecht aus seiner Lage retten.
Eine klassische Brandeinsatzlage erwartete die Teilnehmenden beim Szenario „Brennt Hecke – Feuer droht auf Pkw überzugreifen“. Hier galt es, die Brandbekämpfung zügig und sicher einzuleiten und gleichzeitig eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Den Abschluss bildete eine Technische Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall. Angenommen wurde ein verunfallter Pkw, aus dem der Fahrer gerettet werden musste. Auch hier waren ein strukturiertes Vorgehen, die Zusammenarbeit innerhalb des Trupps und die richtige Anwendung der vorhandenen technischen Geräte gefragt.
Auf die Kompetenznachweise hatten sich die Feuerwehrangehörigen zuvor mindestens ein Jahr lang in ihren jeweiligen Ortsfeuerwehren vorbereitet. Bereits am Donnerstag vor der Prüfung fand zusätzlich ein gemeinsamer Vorbereitungstag statt. Dabei konnten sich alle Teilnehmenden mit dem für die Prüfungen eingesetzten Feuerwehrfahrzeug und dessen Beladung vertraut machen.
Trotz des wechselhaften Wetters wurden die vier Prüfungsstationen über den gesamten Tag hinweg absolviert. Am Ende konnten zwölf der 13 Teilnehmenden ihre Kompetenznachweise erfolgreich abschließen.
Zum Abschluss kamen Teilnehmende und Ausbilder noch einmal zu einem gemeinsamen Essen zusammen. Die Bescheinigungen über die erfolgreich absolvierten Kompetenznachweise wurden durch Kreisausbildungsleiterin Sonja Heins überreicht.
Die Organisation und Leitung des Prüfungstages lag bei Stadtausbildungsleiter und stellvertretendem Kreisausbildungsleiter Robert Rabe.
Mit den bestandenen Kompetenznachweisen haben die Feuerwehrangehörigen einen weiteren wichtigen Schritt in ihrer Ausbildung absolviert und zugleich gezeigt, dass sie das über viele Monate erworbene Wissen auch unter realitätsnahen Einsatzbedingungen sicher anwenden können.






