Mitgliederversammlung der Ortsfeuerwehr Visselhövede: Rückblick, Ausblick und verdiente Ehrungen

Visselhövede. Am Freitagabend, den 24. Januar 2026, fand ab 18:00 Uhr die diesjährige Mitgliederversammlung der Ortsfeuerwehr Visselhövede statt. Zahlreiche aktive und passive Mitglieder sowie viele Gäste aus Politik, Verwaltung, Kirche, Hilfsorganisationen und befreundeten Feuerwehren folgten der Einladung ins Feuerwehrhaus.

Nach einem gemeinsamen Essen eröffnete der Ortsbrandmeister Hendrik Husmann die Versammlung, begrüßte die Anwesenden und gedachte im Rahmen der Totenehrung den verstorbenen Kameraden. Anschließend wurde die Beschlussfähigkeit festgestellt und die Niederschrift der letzten Mitgliederversammlung genehmigt.

Berichte aus den Abteilungen

Im Anschluss folgten die Berichte aus den einzelnen Abteilungen. Maurice Ofori-Thomas berichtete über die Aktivitäten der Kinderfeuerwehr und dankte besonders den engagierten Betreuerinnen und Betreuern. Neben regelmäßigen Diensten standen Ausflüge und Veranstaltungen auf dem Programm, für die auch weiterhin Spenden willkommen sind.

Jugendfeuerwehrwartin Tanja Heins blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Das Kreiszeltlager 2025 bereitete den Jugendlichen viel Freude. Zudem wurden erfolgreich die Jugendflammen Stufe 1 und erstmals auch die Jugendflamme Stufe 2 abgenommen – ein besonderer Erfolg, da alle Teilnehmenden bestanden. Im Juni wird Visselhövede Ausrichter der Abnahme der Jugendflamme 2 sein.

Einsatz- und Dienstgeschehen

Stellvertretender Ortsbrandmeister Florian Pahl stellte die Einsatz- und Dienststatistik vor, bevor Ortsbrandmeister Hendrik Husmann in seinem Jahresbericht das vergangene Jahr einordnete. Das Jahr 2025 begann einsatzreich bereits in der Neujahrsnacht und endete erst am späten Silvesterabend. Insgesamt bewegte sich die Zahl der Einsätze im normalen Rahmen, jedoch war die Feuerwehr Visselhövede deutlich häufiger bei Brandeinsätzen gefordert als in den Vorjahren.

Besonders hob Husmann die Weiterentwicklung des Hygienekonzeptes hervor, das angesichts mehrerer Brandeinsätze – unter anderem eines Schuppenbrandes mit Asbestverdacht nach Blitzeinschlag – an Bedeutung gewonnen habe. Auch die Verkehrsunfälle, darunter ein besonders tragischer Einsatz im Mai, seien den Einsatzkräften noch präsent.

Neben den Einsätzen forderte auch das umfangreiche Dienstgeschehen die Kameradinnen und Kameraden. Gesamtwehrdienste, Samstagsdienste, zahlreiche Sonderausbildungen sowie Lehrgänge führten dazu, dass viele Mitglieder weit über 100 Dienststunden leisteten – einige sogar deutlich über 400 Stunden. Insgesamt kamen so beeindruckende 9.615 Stunden allein in der Ortsfeuerwehr Visselhövede zusammen.

Wahlen

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurde Kassenwart Oliver einstimmig wiedergewählt. Als neue Kassenprüfer wurden M. Mazanek, D. Ahrens und F. Gefken bestimmt.

Worte des Stadtbrandmeisters und neue Uniformen

Stadtbrandmeister Kai-Olaf Häring ging in seinem Bericht auf das Einsatzgeschehen im gesamten Stadtgebiet ein und stellte fest, dass das Jahr 2025 trotz leicht rückläufiger Einsatzzahlen inhaltlich sehr fordernd gewesen sei. Besonders hob er die einheitliche Ausstattung aller Feuerwehren mit den neuen TH-Jacken hervor. Diese seien ein wichtiger Schritt zu einem einheitlichen Auftreten, böten hohen Tragekomfort und verbesserten die Sicherheit im Einsatz.

Mit Blick in die Zukunft kündigte Häring an, dass auch die neue Dienstuniform in Planung seien. Ob Blouson- oder Galauniform – die Umstellung werde mit erheblichen Kosten verbunden sein und müsse gut durchdacht erfolgen. Die Beschaffung müsste aber die Politik beschließen. Zudem wies er auf weitere finanzielle Herausforderungen hin, etwa der Austausch der Funkmeldeempfänger ab 2027. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung funktionierender und sicherer Feuerwehrhäuser, insbesondere im Hinblick auf Stromausfälle und die Rolle der Feuerwehr als „Leuchtturm“ in Krisensituationen.

Im Rahmen der Versammlung zeichnete der Stadtbrandmeister zahlreiche Kameradinnen und Kameraden mit der Hochwasser-Ehrennadel 2023 für ihren Einsatz an Weihnachten 2023 aus:

  • Stefan Adler
  • Mail Albers
  • Björn Bergmann
  • Niklas Brammer-Cohrs
  • Uwe Brunner
  • Nico Chudobba
  • Stefen Chudobba
  • Felix Gennermann
  • Sascha Gnuschke (abwesend)
  • Kai-Olaf Häring
  • Axel Heins
  • Jonas Hermonies
  • Timo Hoffmann
  • Hendrik Husmann
  • Stefan Kandolf (abwesend)
  • Konstandinos Karagiannis
  • Alexander Krüder
  • Sebastian Kurz
  • Steffen Meyer
  • Jörn Nielsen
  • Maurice Ofori-Thomas
  • Wolfgang Pahl
  • Florian Pahl
  • Sean Pfennig
  • Sabrina Schmidt
  • Detlef Toll
  • Hanna Vesper
  • Henning Vesper
  • Felix Wienberg

Beförderungen und Ehrungen

Ein Höhepunkt des Abends waren die Beförderungen und Ehrungen verdienter Mitglieder. Befördert wurden:

  • Zu Oberfeuerwehrfrauen/-männern:
    Denise Ahrens, Felix Gennermann, Felix Gefken, Nico Chudobba, Timo Hoffmann
  • Zur Hauptfeuerwehrfrau:
    Sabrina Schmidt
  • Zum Ersten Hauptfeuerwehrmann:
    Niklas Brammer-Cohrs
  • Zu Oberlöschmeistern:
    Marius Carstens, Maurice Ofori-Thomas, Felix Wienberg
  • Zum Hauptlöschmeister:
    Wolfgang Pahl
  • Zur Ersten Hauptlöschmeisterin / zum Ersten Hauptlöschmeister:
    Silvia Hille, Detlef Toll

Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

  • 25 Jahre Feuerwehrdienst: Marius Carstens
  • 50 Jahre Feuerwehrdienst: Detlef Toll
  • 60 Jahre Feuerwehrdienst (jetzt Altersabteilung) Heinz Beutner und Hans-Heinrich Meyer

Grußworte der Gäste

In den Grußworten dankten unter anderem Bürgermeister André Lüdemann, Abschnittsleiter Jürgen Runge, Vertreter des Stadtrates, der Johanniter, der Polizei, der Kirche sowie benachbarter Feuerwehren den Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Dienst. Bürgermeister Lüdemann betonte, dass Feuerwehr für Sicherheit, Gemeinschaft und Hilfe stehe – Werte, die nachweislich glücklich machten – und versicherte, dass an der Ausrüstung der Feuerwehr nicht gespart werde.

Abschluss

Mit Dankesworten an alle Unterstützerinnen und Unterstützer sowie einem positiven Ausblick auf das kommende Jahr schloss Ortsbrandmeister Hendrik Husmann die Versammlung gegen 21:15 Uhr. Die Ortsfeuerwehr Visselhövede blickt damit auf ein arbeitsreiches Jahr zurück und sieht sich gut gerüstet für die zukünftigen Herausforderungen.