Nindorf (sk). Ortsbrandmeister Björn Lüdemann eröffnete am Freitag, 13. Februar 2026, um 19:30 Uhr die Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nindorf – erstmals im Schützenhaus. Er stellte die ordnungsgemäße Ladung und die Beschlussfähigkeit fest. Ein besonderer Dank galt den Nindorfer Schützen für die Bereitstellung der Räumlichkeiten sowie Bernd Carstens für die Bewirtung des Abends.
Zu Beginn erhoben sich die Anwesenden zum stillen Gedenken an die im Jahr 2025 verstorbenen Kameraden Holger Feldmann und den Ehrenortsbrandmeister Rainer Wolff.
Zum 31. Dezember 2025 zählt die Wehr unverändert 51 Mitglieder. Davon gehören 26 der aktiven Einsatzabteilung an (25 männlich, eine Kameradin), 25 Kameraden der Altersabteilung sowie drei den Ehrenmitgliedern. Das Durchschnittsalter der aktiven Wehr liegt bei 42,33 Jahren. Neu aufgenommen wurden Daniel Castens und Sieghard Drewes, Anfang 2026 trat zudem Niels Osmers ein. Mit Thies Lüdemann und Jonas Lüdemann stehen zwei weitere Nachwuchskräfte bereit, die nach Vollendung ihres 16. Lebensjahres aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst wechseln. Lüdemann dankte ausdrücklich für die engagierte Jugendarbeit in den Nachbarorten.
Im vergangenen Jahr wurde die Führungsstruktur neu aufgestellt. Matell Neubauer übernahm das Amt des Gerätewarts, Marc Feldmann wurde Atemschutzbeauftragter. Die erste Gruppe wird von Jan Horn mit seinem Stellvertreter Wilken Lüdemann geführt, die zweite Gruppe von Ulrich Klopp mit Stellvertreter Thorsten Haase. Klaus Lüdemann leitet künftig die Altersgruppe. „Wir haben die Feuerwehr auf neue Beine gestellt“, betonte Lüdemann und dankte allen Beteiligten für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. In die Altersabteilung verabschiedet wurde Norbert Ottermann, der zuvor unter anderem als Funkbeauftragter und Gruppenführer tätig war.
Die Einsatzabteilung absolvierte im Jahr 2025 insgesamt 22 Ausbildungsdienste. Hinzu kamen elf Atemschutzübungen auf Stadtebene sowie fünf Funkübungen. Gemeinsam mit der Feuerwehr Visselhövede wurde eine Brandsimulationsanlage besucht, mit den Kameraden aus Jeddingen standen Übungen zur Wasserförderung über lange Wegstrecken auf dem Plan. Zudem nahmen mehrere Kameraden erfolgreich an Lehrgängen auf Stadt- und Kreisebene teil, darunter Truppführer-, Sprechfunk- und Maschinistenlehrgänge.
Der stellvertretende Ortsbrandmeister Martin Tekath stellte die Einsatzstatistik vor. Die Ortsfeuerwehr Nindorf wurde im Jahr 2025 zu 21 Einsätzen mitalarmiert. Diese umfassten neun Brandeinsätze, vier technische Hilfeleistungen sowie acht Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen. Tekath fasste die Einsätze zusammen und erläuterte die jeweiligen Aufgaben der Nindorfer Kräfte bei diesen.
Insgesamt wurden 1.453 Dienststunden dokumentiert. Rechnerisch entspricht das rund 56 Stunden ehrenamtliche Arbeit pro aktives Mitglied, zusätzliche Vor- und Nachbereitungszeiten nicht eingerechnet. Lüdemann dankte ausdrücklich auch den Familien der Feuerwehrangehörigen für ihre Unterstützung.
Ein Höhepunkt des Jahres war die Feier zum 90-jährigen Bestehen am 14. September mit Vorführungen, Aktionen für Kinder und reger Beteiligung der Bevölkerung. Darüber hinaus unterstützte die Wehr Veranstaltungen wie Schützen- und Erntefest, den Laternenumzug sowie die MSG Vissel Rallye.
Im Rahmen der Versammlung wurden mehrere Kameraden befördert: Wilken Lüdemann und Ulrich Klopp zu Oberfeuerwehrmännern, Jan Horn zum 1. Hauptfeuerwehrmann und Martin Tekath zum Oberlöschmeister. Auszeichnungen für den Hochwassereinsatz 2023 in Rotenburg (Wümme) erhielten Jürgen Kregel, Justus und Ulrich Klopp, Hendrik Lüdemann, Wilken Lüdemann sowie Thorsten Haase. Ortsbrandmeister Björn Lüdemann wurde für 25-jährige Mitgliedschaft mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen ausgezeichnet.
Altersgruppenleiter Klaus Lüdemann lobte die Arbeit der neuen Feuerwehrführung und signalisierte in seiner Rede deutlich die Unterstützung seiner Gruppe, nicht nur bei Pflegearbeiten am und Rund um das Feuerwehrhaus. Er bot Ortsbrandmeister Lüdemann darüber hinaus Unterstützung bei der Nachwuchsgewinnung an. Stadtbrandmeister Kai Olaf Häring lobte dieses Engagement der Altersgruppe in seiner Rede. Besonders den Punkt der Untersetzung bei der Nachwuchsgewinnung.
In ihren Grußworten würdigten die anwesenden Gäste das ehrenamtliche Engagement der Nindorfer Wehr jeweils mit eigenen Schwerpunkten.
Bürgermeister André Lüdemann dankte den Mitgliedern für ihren verlässlichen Einsatz zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger. Besonders hob er die Professionalität und Ruhe der eingesetzten Kräfte beim Wohnungsbrand im Januar 2025 in der Goethestraße hervor. Dabei habe sich erneut gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit der Wehren im Stadtgebiet funktioniere. Die Feuerwehren der Stadt Visselhövede genössen in der Bevölkerung einen außerordentlich guten Ruf. Auch die Feier zum 90-jährigen Bestehen der Ortswehr im vergangenen September bezeichnete er als rundum gelungene Veranstaltung.
Der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses, Jan Husmann, überbrachte den Dank des Stadtrates für die geleistete ehrenamtliche Arbeit. Er schloss sich den Worten des Bürgermeisters an und betonte ebenfalls die große Wertschätzung in der Bevölkerung gegenüber den Feuerwehren. Mit Blick auf den vor knapp fünf Jahren aufgestellten Feuerwehrbedarfsplan erklärte Husmann, dass seitdem bereits viele wichtige Maßnahmen aus dem Plan für die Wehren im Stadtgebiet umgesetzt worden seien. Zugleich machte er deutlich, dass weitere Investitionen notwendig bleiben. Auch in Hinblick auf die leider wieder gestiegene Bedeutung von Katastrophen- und Bevölkerungsschutz, würden die Feuerwehren künftig noch stärker gefordert sein.
Ortsbürgermeister Charly Carstens dankte den Mitgliedern ebenfalls für Ihre ehrenamtlichen Leistungen insbesondere der Feuerwehrführung. Er machte ebenfalls deutlich, dass das Essen auf dem Tisch heute nicht selbstverständlich sei und richtet seinen Dank an Bernd Carstens hierfür.
Mit einem Dank an alle Kameradinnen und Kameraden schloss Ortsbrandmeister Lüdemann die Versammlung.

