Neuer Rekord und ein „Feuerwehrmann des Jahres“ in der Ortsfeuerwehr Schwitschen

Schwitschen, 12.01.18 (sk). Wie mittlerweile zur festen Gewohnheit geworden fanden sich wie jeden zweiten Freitag im Januar die Schwitscher Kameraden zur Mitgliederversammlung im Schwitscher Haus zusammen. Der ambitionierte Ortsbrandmeister Torben Beutner spricht in seiner Rede  von einem „Jahr voller Wandel, ein Jahr der Veränderung. Sogar von einer 180-Grad-Wendung der Feuerwehr Schwitschen“

Doch vorweg konnte Ortsbrandmeister Beutner zu Beginn der Versammlung den allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters Mathias Haase und die Ortsbürgermeisterin Dagmar Kühnast, sowie seitens des Feuerwehrausschusses Tam Ofori-Thomas begrüßen. Von der Feuerwehrschiene war Abschnittsleiter Jürgen Runge und Stadtbrandmeister Heiko Hermonies anwesend.

Beuter begründet den Wandel mit der starken und motivierten Beteiligung seiner Kameraden. So konnte „Die kleinste Feuerwehr im Stadtgebiet eine der höchsten Dienstbeteiligungen auf Stadtebene verzeichnen“ so der Ortsbrandmeister.
Weiterhin wurde in der Ortsfeuerwehr Schwitschen mit 21 Gruppendiensten im letzten Jahr ein neuer Rekord aufgestellt. Der Ortsbrandmeister ergänzt: „Hinzu kommen die Funkübungen und Atemschutzdienste, welche wir im vergangenen Jahr stark besucht haben“

Veränderungen ergaben sich im vergangenen Jahr auch bei der Alarmierung zu Einsätzen. Um personellen Engpässen zu gewissen Tageszeiten zuvor zu kommen, haben sich die Ortsfeuerwehren Schwitschen und Hiddingen zu einem Einsatzverband zusammen getan. Diese werden somit bei einem Einsatz bei Schwitschen oder Hiddingen zusammen alarmiert. „Es wurden bereits die ersten Einsätze erfolgreich zusammen gefahren“ berichtet Beutner.

Einsatztechnisch wurden die Schwitscher zu einem Brandeinsatz mit unklarer Rauchentwicklung in Schwitschen Mitte alarmiert. „Nach großen Suchen in allen Himmelsrichtungen und drei Feuerwehren konnten wir schließlich ein Feuer nahe Visselhövede bei einer Gartenkolonie feststellen“ so Ortsbrandmeister Torben Beutner. Weitere fünf Einsätze gab es für die Schwitscher (und Hiddinger) Kameraden im Jahr 2017. Dazu zählten 2 Tragehilfen zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Zu diesem waren auch die fleißigen Rotenburger Kameraden mit der Drehleiter im Einsatz. Weiterhin gab es zwei Ölspuren und die Alarmierung zum Kreisbereitschaftseinsatz in Goslar aufgrund des dortigen Hochwassers im letzten Jahr.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde Malte Beutner zum Hauptfeuerwehrmann und Torben Beutner zum Hauptlöschmeister für ihre erbrachten Leistungen befördert.
Vorweg überraschte Ortsbrandmeister Beuter aber noch mit einer eigenen Auszeichnung zur Würdigung besonderer Leistungen die versammelten Feuerwehrmitglieder. So kürte dieser Maik Schröder zum „Feuerwehrmann des Jahres“ in der Ortsfeuerwehr Schwitschen. Dieser hat den Maschinisten-Lehrgang im vergangenen Jahr mit einem so guten „Glanzergebnis“ abgeschlossen wie keiner zuvor in der Ortsfeuerwehr Schwitschen gemäß Aufzeichnungen.
Die Schwitscher Ortsfeuerwehr konnte auch mit Laura Jungjohann und Nadine Lange gleich zwei neue Kameradinnen begrüßen.

Abschnittsleiter Jürgen Runge erwähnt in seinen Grußworten das Einsatzgeschehen und Neuerungen, wie zum Beispiel das neue Unwetterkonzept im Landkreis. Auch auf ein paar erste statistische Zahlen auf Kreisebene des letzten Jahres geht Runge ein.
So habe allein nur die Freiwillige Ortsfeuerwehr Rotenburg (Wümme) 256 Einsätze im letzten Jahr geleistet. „Da komme man so langsam an die Grenzen des machbaren ran und daran müssen wir auch arbeiten“ so Runge. „Wir haben uns auch schon Gedanken gemacht“ fügt dieser hinzu. So soll zum Beispiel unter anderen der Rüstwagen aus Visselhövede mehr eingebunden werden, um die Kameraden aus Rotenburg zu entlasten.

In weiteren Verlauf folgte der Punkt „Ehrungen“. In Anerkennung langjähriger erworbener Verdienste im Brandschutz und der technischen Hilfeleistung der Feuerwehren des Landes Niedersachsen ehrte Abschnittsleiter Jürgen Runge den Hauptfeuerwehrmann Friedrich-Wilhelm Michaelis für 50 Jahre mit dem Feuerwehrehrenzeichen.
Der 1. Hauptfeuerwehrmann Klaus Hühner und Hauptfeuerwehrmann Reinhard Schröder bekamen für sagenhafte 60 Jahre im Dienste der Feuerwehr ebenfalls unter Beifall das Feuerwehrehrenzeichen verliehen.

Im Schlusswort dankte der Ortsbrandmeister Torben Beutner nochmals seinen Kameraden. „Ihr alle habt im letzten Jahr einen wirklich guten Job gemacht“. Diesen Dank verband Beutner mit einer Bitte: „Weiter so!“. Beutner führt fort das er: „Stolz und froh sei, dass er sich auf eine solch starke Truppe verlassen kann“. Er merkt weiter an „Wir sind auf einem guten Weg, gehen wir Ihn so gemeinsam weiter!“